Welche Geschichte solls denn sein?

Geschrieben von: Jürgen
Sonntag, den 30. August 2009 um 10:26 Uhr

Unglaublich was wir die letzten paar Tage erlebt haben. Dieser Stoff allein würde für ein Buch reichen.

Also welche soll es sein?

Die von dem Mechaniker einer Werkstatt der sagte:“Kein Problem, das Getriebe hält

bis Australien und zurück“.

 

...oder, die Geschichte vom ehemaligen Heinecken – Mitarbeiter: „ Deutschland gud, Heinicken gud, ohhhhhh Deutschland gud“.

...oder, die von der Polizeikontrolle, vor der Residenz in Ankara. Sie ziehen uns nur deshalb raus um, sieben Mann hoch, unseren Orangetrotter zu besichtigen und sich über mein Passbild lustig zu machen.

...oder die Story, dass wir dank Eurer Hilfe inzwischen mindestens zehn Getriebe haben könnten.

...oder, dass uns großzügiger Weise von einem deutschen Geschäftsmann ein zinsloses Darlehen in Höhe von 6000 €, auf unbestimmte Zeit angeboten wurden

...oder dass der Abschleppdienst uns nicht gefunden hat, nach dem unser Getriebe völlig zusammengebrochen ist.

...oder, dass die Vermutung aufkommt, dass es nicht das Getriebe ist sondern die Achsaufnahme, die uns diesen ganzen Schlamassel, einbringt?

...oder, mehr von unserem Schlafplatz vor der Ötzel – Werkstatt die für die nächsten Tage unsere Heimat wird:
Zu erst bringen wir unserem Nachtwächter einen Teller mit Trauben und Nüssen, drei Minuten später bekommen wir einen Teller mit Wassermelone. „Die drei von der Tankstelle“ nebenan, laden uns fünf Minuten später zum Chai ein, während unsere Nachtwächter uns einen leckeren Saft vorbei bringen.

Dann gibt es allerlei Süßigkeiten, inzwischen wieder an der Tanke. Die Sonne ist bereits untergegangen, es ist Ramadan. Gegen 21 Uhr komm es dann zum Finale, unsere Nachtwächter laden uns auf zwei Bier und Pistazien ein.

Inzwischen gesellt sich auch Turan von der Tankstelle dazu. Wir plaudern lange und angeregt über Allah und die Welt. Und Alles ohne dass irgendjemand auch nur annähernd das Gesprochene des Anderen versteht. Englisch, wie immer keine Chance.

... oder die vom öffentlichen abgesperrten Freizeitpark, quasi der Englische Garten von Ankara, in dem wir zur Zeit campen. Mit offizieller Erlaubnis vom Oberboss, natürlich.

Ich denke wir schreiben doch lieber ein Buch.

Hoffnungsvolle Grüße

Jürgen orangetrotter












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