Kappadokien einmal anders

Geschrieben von: Jürgen
Donnerstag, den 20. August 2009 um 10:42 Uhr

Ja, wir sind gerade etwa touristisch unterwegs aber die mystischen Höhlen in den bizarren Tuffsteinbergen von Göreme wollen wir uns auf jeden Fall geben.

Sofort finden wir einen rießigen Platz direkt in den Bergen zum campen. Dort hätten leicht 200 Wohnmobiele platz doch wir, sind die einzigen.
05:15 Uhr,

stockfinstere Nacht, mehrere Fahrzeuge halten direkt vor unserm Orangetrotter. Lautstarkes türkisches Stimmengewirr. Dann klopft es überall am Bus.
Wir befürchten schlimmstes. Besoffene? Überfall? Polizei? Endlich auf englisch: „ Hello, open the door!“
Ja, wahrscheinlich, oder sollen wir unser Geld gleich in Euer Auto tragen?
Der Aufruf wird massiver: „ open the door now, you can´t stand here!“ Ich nehme allen Mut zusammen, öffne die Tür einen Spalt. Mehrere Männer, alle in gelben Jacken, stehen im gleißendem Scheinwerferlicht.
„You can´t stand here, please go away. we use this place for balloning.“
Was? Ein Platz so groß wie 4 Fussballfelder und der will genau auf unseren 5 Qaudratmetern seinen Ballon starten. Klingt mir eher nach Schikane. O.K. Wir fahren ein paar Meter weiter in einen Feldweg. Inzwischen hellwach.
Kaum habe ich den Motor abgestellt, liegen schon zwei Heißluftballone zum Befüllen bereit. Dann drei, dann vier. Zehn, zwanzig, dreißig... wir hören auf zu zählen. Kaum eine halbe Stunde später erheben sich die Ersten majestätisch knapp über unseren Köpfen.
Die haben rießige Körbe mit mind. zehn Leuten drin. Zusammen mit der aufgehenden Sonne entwickelt sich das Ganze zu einen farbenfrohen Spektakel und wir mittendrin. Wir hetzen mit unseren Kameras ein Stück in die Berge und nehmen den Finger nicht mehr vom Auslöser. Das war eine Show!

Ballon_01 Ballon_02 Internet Marathon

Nachmittags geht es noch ins Internetcafe,
wir hängen mit unserem Blog und unsere eigene Seite ist auch noch nicht fertig eingerichtet.
Unser Backoffice in Königsbrunn hat noch einige bürokratische Dinge für uns zu lösen. Bis wir alles durch hatten, waren dann doch mal fünf Stunden vorbei. Wofür sich die Internetcafe Besitzer, ein nettes Pärchen, mit einem genussvollen türkischen Tee und einem gemütlichen Plausch in der Kuschelecke.

 

Und jetzt Schluss mit touristisch, die Osttürkei ruft.

Bis bald Eure orangetrotter

Helga & Jürgen

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