Istanbul

Geschrieben von: Helga
Freitag, den 14. August 2009 um 13:05 Uhr

Metropole mit Herz

Am Montagabend den 10. August, haben wir den Bosporus überquert und sind in Asien angekommen.

Einen wunderschönen Stellplatz direkt am Fluss mit Blick zurück auf den europäischen Kontinent.

 

Ein kleiner Park vor unserer Tür, die Einheimischen grillen, spielen, angeln und unterhalten sich. Mensch und Tier leben hier friedlich vereint. Hin und wieder gibt einer der vielen Parkbesuchern den wilden Hunden Wasser oder etwas zu fressen. Wir gehören sofort dazu und fühlen uns pudelwohl. Nach einem kleinen Spaziergang in der Metropole legen wir uns schlafen. Auf der viel befahrenen Straße ist inzwischen etwas Ruhe eingekehrt. Wo vor ein paar Stunden noch Menschen den Rasen belagerten, hat nun ein ganzes Rudel Hunde das Regim übernommen. Friedlich laufen sie umher um nach essbaren Überresten des menschlichen Rudels zu suchen.

 

Am Nächsten Morgen überqueren wir noch einmal den Bosporus mit dem Schiff um den Kapali Carsi, den größten überdachten Basar der Welt, zu besuchen. Sechzig Straßen und sechzehn separate Eingänge, fast 4000 Geschäfte, davon allein 2000 Juwelierläden. In einem davon kaufen Jürgen und ich auch gleich unsere „Eheringe“ für den Iran. Die Farbenpracht und Vielfalt dieses Marktes ist überwältigend.

Der Misir Carsisi, der Ägyptische Basar, steht dem in nichts nach. Hier umfängt uns eine wahrhaft orientalische Atmosphäre, es locken verführerische Süßigkeiten und der Duft der Gewürze.

Am Mittwoch geht es noch zum Aya Sofya, ein Riesenbau der Kirche aus dem 6. Jh. Mehmet II., der Eroberer von Istanbul, hatte 1453 dieses einst heiligste Gotteshaus der Christenheit in eine Moschee verwandelt, heute ist es ein Museum.

Und was bei keinem Istanbulbesuch fehlen darf ist natürlich die Besichtigung des Topkapi-Sarayi-Museum. Der Herrschersitz der osmanischen Sultane ist eine Welt aus 1001 Nacht, voll von märchenhaft reichen Sammlungen. Ein verwirrendes Spiel aus Innenhöfen, Treppchen und Durchgängen.

Die Tage in Istanbul werden wir nicht vergessen, vor allem auch die schönen Begegnungen mit den Menschen dieser Stadt. Da ist eine verhüllte Frau, die am Bus vorbei kommt während ich meinen Blog schreibe und mich bittet sich zu mir setzen zu dürfen. Wir unterhalten uns kurz und sie zieht von dannen.

 

 

 

Zwei andere Frauen, die sich wie selbstverständlich mit ihren zwei Klappstühlen direkt vor unseren Bulli setzen als ob es ihrer wäre. Kinder die neugierig unser „Heim“ betrachten und Fragen stellen.

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