GRIECHENLAND zu Gast bei Freunden

Geschrieben von: Jürgen
Freitag, den 14. August 2009 um 12:17 Uhr

...oder die Füllerei geht weiter!

wir treffen uns in Drama, im Norden Griechenlands mit Stavros. Gemeinsam fahren wir zu seiner Frau, Liza, seinem Sohn Atta, und seinen Schwiegereltern in ein einfaches Dorf in den Hügeln um Drama.

Wir können auf dem gemütlichen Dorfplatz campen, direkt am Brunnen mit dem besten Wasser der Gegend. Prompt

werden wir von Liza und Stavros auf das alljährliche Dorffest seiner Geburtsstadt eingeladen. Dafür muss man natürlich fein sein, also gehen Liza und Helga erst mal zum Frisör. Es wurde gelacht, gewitzelt, und was weiß ich noch... alles durfte ich nicht erfahren.

Dann am Abend nach ca.50 Min. Fahrt durch spektakuläre Berge nahe der Bulgarischen Grenze erreichen wir den Festplatz. Inzwischen wird klar das es sich eher um ein Stadtfest handelt. Aus allen Richtungen strömen unendliche Fahrzeugkolonnen auf das kleine Dorf ein. Wie Stavros erklärt treffen sich hier die meisten griechischen Auswanderer aus aller Welt die in dieser Zeit Heimaturlaub machen.
Dazu wird dann ein Folklorestar aus Athen angehäuert, mit grosser Bühne und richtig Aufwand. Hier wird geklotzt. Natürlich Eintritt frei. Jetzt wird erst mal gegessen, und nicht zu wenig. Wir sind wieder mal eingeladen. Langsam wird’s peinlich.
Und anschließend das was die Griechen am liebsten tun, nämlich, tanzen. Ob jung ob Alt, ob Frau oder Mann hier tanzt wirklich jeder, und meist direkt da wo er steht und zwar traditionell, mit Sirtaki und allem Drum und Dran.

Ein rießen Spass, allein schon beim zuschauen. Echte Lebensfreude, authentisch, und kein Turizauber. Weil ja keine da sind, ausser natürlich Helga und mir. So gegen 04.00 Uhr früh ging es dann wieder 60 km Richtung Drama und alle Anderen in Ihre Richtungen. Trotz Retsina scheint es hier selbstverständlich über weite Strecken mit „einem in der Mütze“ zu fahren. Außer Stavros natürlich. Er hat ja kostbare Fracht an Bord. Es dauerte nicht lange bis der Erste von der Straße abkommt, ohne gröbere Folgen. Mit Stavros Hilfe war er bald wieder auf der Strecke, und man glaubt es, oder nicht, er war schneller verschwunden wie wir fahren wollten.

Der Absacker in Drama wurde dann wegen Übermüdung weiblicherseits abgeblasen

 


Dementsprechend später begann das üppige Frühstück, gefolgt von einer kleinen Bergtour zu einer wunderschönen Grotte und Spaziergang durch Drama. Schönes Städtchen, wenn man weiß wo man hin muss. Ach ja, und immer wieder gab´s einen Abstecher zu Stavros Bruder, der u.a. ein Kiosk in Drama schmeißt. Auch so ein gesellschaftlicher Treffpunkt. Hier hab ich von Stavros weiteren Brüdern erfahren und seine Mama kam auch noch um die Ecke. Innerhalb von eineinhalb Tagen waren wir stadtbekannt, und wie immer herzlich Willkommen.Zu guter Letzt hat sich Lizas Mama noch unserer Schmutzwäsche angenommen, während ich eine Testfahrt mit Attas Moped abspulte.Heißes Teil!

Ja, und da war noch Lizas Vater, eine Seele. Bereits in Rente, ist er trotz 4 Bypässe jeden Tag Stundenlang mit seinen Ziegen unterwegs. Vielen Dank Stavros und Liza, Atta und Schwiegereltern das waren zwei tolle Tage.

...und Stavros: Das nächst mal bin ich schneller! Du weist schon.

Jürgen - orangetrotter

Empfohlen durch reiseberichte.com