...mal ein Filmchen
wir sind zwischenzeitlich mal wieder in Indien und treffen einen Sadhu. Sadhus sind Asketen die sich ganz ihren Göttern und ihrem Glauben verschrieben haben um irgendwann „Moksha“ zu erreichen, der sichere Weg zur Erlösung. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die Selbskasteiung,...
Tapas genannt. Das geht dann vom Pilgern über hunderte von Kilometern in der Art von unserem Sadhu im Video, oder, stehen auf einem Bein bis die Vögel Nester in ihren verfilzten Haaren bauen.
Angeblich gibt es welche die stehen bereits seit 24 Jahren auf einem Bein. Andere binden sich mehrere Ziegelsteine an den Penis und heben sie an. Wieder andere lassen sich wiederholt, mehrere Tage am Stück in die Erde eingraben, so dass nur der Kopf rausschaut. Ganz bizarr ist das Ritual einer bestimmten Sadhu-Sekte, die sich von Ihrem Guru brutal auf den Penis schlagen lassen. Die Nerven sind danach so verletzt dass niemals mehr eine sexuelle Versuchung aufkommen kann. Sex, Alkohol und Rauchen ist bei den Sadhus strikt verboten.
Leider konnte ich nicht herausfinden wie lange unser Sadhu schon unterwegs ist, und wo er noch hin will. Aber wahrscheinlich treibt es in zu eine der Badestellen am Heiligen Ganges, in Haridwar oder Varanasi. Immerhin von dort aus noch leicht 200 Kilometer. Dort wird er dann sein reinigendes Bad nehmen. Der Ganges gilt als eine der unreinsten Flüsse der Welt. Die Inder sprechen ihm allerdings eine mystische Art der Selbstreinigungskraft zu. Indien ist echt Crazy!
Bis Bald
Jürgen Orangetrotter