
Wir haben Australien verlassen. Der Orangetrotter ist bereits auf hoher See in Richtung Deutschland unterwegs. Die letzten Tage in Melbourne wurden wir von Tanja, eine unserer treusten Reiseberichtleser, aufgenommen. Das war das Beste was uns „Obdachlosen“ passieren konnte.
Wir hatten wunderschöne Tage mit ihr, Hadi, ihrem Mann, und ihren beiden Töchtern. Tanja ist schon vor vielen Jahren zum Islam konvertiert und vor fünf Jahren von Deutschland nach Australien ausgewandert. Dass, und die Erlebnisse unserer Reise, hat für mehr als genug Gesprächsstoff gesorgt. Wie ich solche multikulturellen Zusammenkünfte liebe. Mehr denn je, wünsche ich mir diese auch in mein künftiges Leben zu integrieren, es gibt nichts inspirierenderes!

Bevor die beiden uns zum Flughafen gebracht haben waren wir noch afrikanisch essen. Dort haben wir auch Marina und Hannes wieder getroffen, mit denen wir vor einiger Zeit einen feucht-fröhlichen Abend verbracht haben. Was für ein schöner Abschied vom roten Kontinent. Nach sechs Monaten Outback, unzähligen Nationalparks, tausenden von schönen Stränden, viele interessante Begegnungen mit Zwei- und Vierbeinern und viele, viele „Bugs“ (A$) ärmer, sind wir dankbar und stolz so viel von diesem Land „erfahren“ (21.000 km) zu haben.
Vor einigen Tagen sind wir auf Langkawi, eine Insel nordwestlich von Malaysia, angekommen. Hier überbrücken wir die „Orangtrotter-lose-Zeit“. Es ist unfassbar, ich weiß noch wie ich mich im August 2010 gefreut habe, nach fast einem Jahr in Asien, den Kontinent wechseln zu können, und jetzt zurück in Asien, fühlt es sich ein bisschen an wie „Nachhause“ zu kommen. Es ist alles so herrlich unkompliziert, die Menschen sind ausgeglichen und gutgelaunt, das Essen ist (wieder) so lecker und der Geldbeutel freut sich auch. Jetzt wissen wir, was wir die letzten Monate vermisst haben. Asien ist einfach anders. Wir genießen es mit dem Roller die Küstenstraße entlang zu fahren und die Insel zu erkunden. Der beste Ort um unsere Abenteuer langsam ausklingen zu lassen. Ja, das Ende ist absehbar und nicht mehr aufzuhalten, doch zu erst geben wir uns noch einmal Asien satt!

Liebe Grüße
Eure Helga Orangetrotter