
Nach dem vielen Regen der letzten Wochen auf Langkawi, sind wir gut eingestimmt auf das feuchte Klima in Deutschland. Doch zuvor machen wir noch ein paar Tage stop-over in Bangkok. Als ich mich am Abflugtag aufmache ein Taxi zu organisieren, wird mir nochmal demonstriert, warum dass Feeling auf Langkawi so gelassen ist:
Ich spreche einen Taxifahrer an, frage nach dem Preis, und ob er uns um zehn Uhr am Bungalow abholen kann. Alles klar, kein Problem! Um sicher zu gehen zeige ich auf seine Uhr, und huups, da ist schon 10 Uhr. Was? Dann müssen wir ja richtig Gas geben, wir haben noch nicht einmal gepackt. Ich frage ihn ob er sicher ist dass seine Uhr stimmt, er nickt, selbstbewusst. Kann es sein dass wir die ganzen letzten Wochen mit der falschen Zeit unterwegs waren? Ja, kann schon sein, Zeit war hier bisher nicht wichtig. Doch ich glaube es nicht wirklich und frage gegenüber im Restaurant nach, das Ziffernblatt dort zeigt 10.30 Uhr, Aha! . Einige weitere Versuche bringen mich der halbwegs korrekten Zeit nicht näher, nur Wan, die Frau vom Laundry-Service, hat die gleiche Zeit wie ich, das sehe ich als Bestätigung. Dem Taxifahrer sag ich jetzt sicherheitshalber, dass er uns in einer halben Stunde abholen soll, das ist unverfänglicher. Wie viel sagt dieses Beispiel über das Leben der Menschen auf dieser Insel aus? Wie werde ich das vermissen!
Kaum haben wir auf unserer Homepage verkündet dass wir in Bangkok landen, hagelt es Mails und Facebook-Nachrichten. Marina und Hannes, die wir einige Male in Australien getroffen haben sind mittlerweile auch in der Stadt. Jana und Mario, haben wir in Dogubayazit, vor der iranischen Grenze, und dann nochmal in Pokhara/Nepal getroffen, auch sie sind gerade für einen Zwischenstopp in der thailändischen Metropole. Stephan und sein Vater Horst, starteten kurz vor uns, auch mit einem VW-Bus Richtung Iran. Stephan, trafen wir dann in Pokhara wieder. Sein Vater war mit dem Camper bereits zurück in Deutschland. Und ratet mal wo die beiden gerade ankommen? Richtig! Und dann ist da noch Jürgens Bruder Michael und seine Frau Martina, die beiden machen für ein paar Wochen Urlaub in Thailand, besorgen uns unser Hotelzimmer in der Stadt und nehmen uns in Empfang. In diesen Tagen werden viele Erlebnisse ausgetauscht und Zukunftspläne geschmiedet. So kommen wir in den Vorgeschmack der Wiedersehensfreude mit Familie und Freunden, nach unserem lange Trip. Wenn wir abends durch die Khao-san-road laufen ist es fast wie auf dem „Fischertagsvorabend“ in Memmingen, man kennt sich.

Jetzt geht es weiter nach Hamburg, dort werden wir Bekanntschaft mit dem „Couchsurfing“ machen. Ein Internetportal auf dem weltweit kostenfreie Couchplätze zum Übernachten ausgetauscht werden. Eine tolle Möglichkeit um Menschen kennen zu lernen, tiefere Einblicke in deren Kultur zu bekommen, und obendrein unschlagbar günstig zu reisen. Viele erzählten uns davon, jetzt wird’s Zeit auch diese Erfahrung zu machen. Zurück in Deutschland fangen wir damit an. Wir sind gespannt, und ihr werdet es erfahren!
Viele liebe Grüße
Eure Helga Orangetrotter